26.03.24 EINE STUNDE / EIN THEMA – Was macht gute Forschung zu Sexarbeit aus? Wie kommen wir zu wissenschaftlich fundierten Ergebnissen?

Unsere monatliche Online-Veranstaltungsreihe zu den gesellschaftlich und politisch am heißesten diskutierten Themen rund um Sexarbeit. Sexarbeiter*innen und Expert*innen aus relevanten Bereichen erklären, klären auf und diskutieren.

Datum: Dienstag der 26. März 2024
Uhrzeit: 17:00 bis 18:00 Uhr
Teilnahme: Offen für alle Interessierten! Wir laden insbesondere Mitarbeitende aus Verwaltung, Politik und Gesundheitswesen herzlich zur Teilnahme ein.
Preis: Kostenlos
Sprache: Deutsch

Veranstalter:
Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD e. V.) ist die größte Sexarbeitenden-Organisation Europas und hat als Ziel die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Beseitigung von Missständen und Entstigmatisierung.

Aufzeichnung und Materialien:  Werden im Nachhinein hochgeladen auf dem BesD-YouTube-Kanal. Dort finden sich auch die Aufzeichnungen der ehemaligen EINE STUNDE / EIN THEMA Beiträge.


INHALT

Die GSPF (Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung (https://gspf.info/)) hat sich dem Thema der Forschung rund um Sexarbeit und Prostitution angenommen. Und schreibt dazu auf ihrer Webseite:

„Sexarbeit ist ein polarisiertes Feld, in dem diverse gesellschaftliche Aushandlungsprozesse stattfinden. In öffentlichen und politischen Debatten dominieren emotionalisierende und moralisierenden Aspekten anstatt wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse. Dies stellt nicht nur Forschende zu Sexarbeit und Prostitution vor besondere Herausforderungen, sondern auch Mitarbeitende in Verwaltungen und politischen Entscheidungsfunktionen. In diesem Feld zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik wirkt die Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung (GSPF, siehe https://gspf.info/). Zum einen stärken wir durch wissenschaftlichen Austausch eine heterogene Sexarbeits- und Prostitutionsforschung mit disziplinären Standards. Zum anderen fördert die GSPF die Sichtbarkeit dieser Forschung in der Öffentlichkeit und kommuniziert ihre Erkenntnisse über ein Fachpublikum hinaus. In der GSPF kommen dazu unterschiedliche wissenschaftliche Fachgebiete mit ihren jeweiligen methodischen und forschungsethischen Zugängen zusammen. Dabei fördert die GSPF einen wechselseitigen Wissenstransfer verschiedener Personengruppen auf Augenhöhe. Die GSPF versteht sich damit als Ansprechpartnerin für Studierende, Forschende und  Sexarbeitende sowie für die Öffentlichkeit, Verwaltung und Politik.


ANMELDUNG

26.03. | ESET Gute Forschung


REFERENT*INNEN

Dr. Joana Lilli Hofstetter, Wissenschaftler*in, Mitbegründerin und Vorstandmitglied der GSPF

Dr. Joana Lilli Hofstetter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaften der Scuola Normale Superiore in Florenz, Italien. Sie promovierte dort in Politikwissenschaften und Soziologie mit einer Dissertation zur kollektiven Selbstorganisation von Sexarbeitenden und zur Prostitutionspolitik in Deutschland. Joana ist außerdem Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung (https://gspf.info/). Ihre Forschungsinteressen umfassen soziale Bewegungen, Geschlecht, Arbeit und Sexualität, feministische Theorien, Forschungsethik und partizipative Methoden.

Nadine, Sexarbeiterin und Forscherin 

Nadine ist Mitglied im BesD und zuständig für den Forschungsbeirat und den Beirat für Internationales. Neben der Sexarbeit studierte sie Anthropologie, Ethnologie und Soziologie. Aktuell betreut sie Forschungsprojekte in sechs südafrikanischen Ländern zum Thema „Gewalt gegen Sexarbeitende als Barriere zu gesundheitlichen Chancen“ im Rahmen ihrer Arbeit beim Global Network of Sex Work Projects. In ihrem Beitrag erläutert Nadine warum gute Forschung zum Thema Sexarbeit die Stimmen von Sexarbeitenden hervorhebt und eine Vielfalt von Sexarbeitenden mit einbezieht, und vor allem, warum mit anstatt über Menschen zu forschen im Sinne einer feministischen, postkolonialistischen zwischenmenschlicher Begegnung zu einem seriösen Forschungsansatz gehört.


Nachfragen/Kontakt

Emma Sophie Roe (Mitarbeiterin für die politische Arbeit im BesD)
Mail: emma@besd-ev.de
Telefon: +49 151 70648865

Johanna Weber (politische Sprecherin des BesD)
Mail: johanna@besd-ev.de
Telefon:  +49 151 17519771