19.01.23: EINE STUNDE – EIN THEMA: Die Loverboy-Methode (online)

Eine Stunde – ein Thema rund um Sexarbeit
Januar: Die Loverboy-Methode

Zielgruppe: Mitarbeitende aus Verwaltung, Politik, Gesundheitswesen und sonstige Interessierte

Datum: Donnerstag, 19.01.2023

Uhrzeit: 17:00 bis 18:00 Uhr – der Zoom-Link wird nach der Anmeldung versendet.

Veranstalter:
Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD e. V.) ist die größte Sexarbeitenden-Organisation Europas und hat als Ziel die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Beseitigung von Missständen und Entstigmatisierung.

Preis:
kostenlos und offen für alle


Inhalte:

Loverboys spielen einer anderen Person (in der Regel weiblich) eine Liebesbeziehung vor, um sie dann in die Prostitution zu manupulieren. Oft wird auch eine bestehende Liebesbeziehung ausgenutzt. 

Die Abläufe sind immer wieder ähnlich. Der Loverboy baut eine innige vermeintliche Liebesbeziehung auf und isoliert die Frau von Freunden und Familie. Sie fixiert sich voll auf ihn und die gemeinsame Zukunft. In dieser Abhängigkeit bringt er sie nicht nur dazu mit der Prostitution zu beginnen, sondern auch das Geld bei ihm abzugeben. Mit Druck, Gewalt, Liebesentzug oder anderen Methoden der physischen und psychischen Gewalt wird immer mehr oder auf lange Dauer Geld gefordert.

Die Loslösung aus diesem akkurat durchgeplanten und sehr emotionalen Abhängigkeitsverhältnis ist sehr schwierig.

Für die Januar-Veranstaltung von
„Eine Stunde – Ein Thema“
haben wir folgende Referentinnen:


Nicole Schulze
Loverboy-Betroffene und Vorstand des BesD

Nicole erzählt ihre persönliche Loverboy-Geschichte – Wie sie dazu kam, das täglich auf dem Straßenstrich verdiente Geld „freiwillig“ ihrem Partner abzuliefern. Sie schildert, wie sich die Liebesbeziehung schleichend verändert hat, und wie lange und schmerzhaft der Prozess der Loslösung war. 

Auch stellt sie klar, dass die Loverboy-Methode nicht nur bei jungen Frauen wirkt. Eine ausschließliche Fokuszierung der Präventionsarbeit auf „Schulmädchen“, führt bei allen älteren zu noch mehr Scham und die Hemmschwelle steigt Hilfseinrichtungen oder die Polizei zu kontakten.

Kontakt: nicole@besd-ev.de / +49 157 83518081 

 

Hanna Biskoping
Sozialarbeiterin der Dortmunder Mitternachtsmission

Die Dortmunder Mitternachtsmission fungiert als Beratungsstelle für Prostituierte, Ehemalige und Opfer von Menschenhandel. Es gibt zwei spezielle Projekte, die sich dem Thema Loverboys widmen

1. Schulprojekt in Dortmund gegen Loverboys
Unter dem Namen „Liebe macht süchtig“ lernen Schüler*innen der 8. bis 10. Klassen, die Masche der sogenannten Loverboys zu durchschauen
-> https://www.lokalkompass.de/dortmund-city/c-vereine-ehrenamt/wir-gehen-auf-den-strich_a1498239

2. Anonyme Online Beratung für Loverboy-Betroffene
-> https://www.liebe-ohne-zwang.de/de/aktuelles/191-online-beratung-fuer-loverboy-betroffene

Kontakt: H.Biskoping@mitternachtsmission.de

 


ANMELDUNG
über Emma Sophie Roe (Mitarbeiterin für die politische Arbeit im BesD)  ‭
Mail: emma@besd-ev.de

Infos:
Emma Sophie Roe (Mitarbeiterin für die politische Arbeit im BesD): 0151 70648865‬ -> emma@besd-ev.de